28.10.2026
Erneut sind betrügerische E-Mails im Umlauf, die den Eindruck erwecken, von ELSTER, dem Finanzamt oder dem Bundeszentralamt für Steuern zu stammen. Der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) warnt Steuerpflichtige davor, auf solche Nachrichten zu reagieren, da sie meist dazu dienen, an empfindliche Daten zu gelangen.
ELSTER frage niemals per E-Mail oder Telefon nach persönlichen Daten oder Zugangsinformationen. Seriöse E-Mails von ELSTER dienen laut BVL lediglich als Hinweis darauf, dass neue Informationen oder Bescheide im ELSTER-Portal bereitliegen. Ob dies tatsächlich der Fall ist, sollten Steuerpflichtige ausschließlich durch einen direkten Aufruf des offiziellen ELSTER-Portals überprüfen.
Besonders hellhörig sollten Steuerpflichtige werden, die von einem Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater beraten werden. Liegt eine entsprechende Vollmacht vor, erfolge die Kommunikation mit dem Finanzamt in der Regel über den Berater. Verdächtige ELSTER-Nachrichten sollten daher in diesem Fall besonders kritisch beäugt und gegebenenfalls dem Berater vorgelegt werden.
"Gerade wenn eine Nachricht angeblich vom Finanzamt stammt und mit einer Frist oder möglichen Konsequenzen droht, lassen sich Steuerpflichtige schnell unter Druck setzen. Wichtig ist, Ruhe zu bewahren und im Zweifel auf die Unterstützung einer vertrauenswürdigen Anlaufstelle zurückzugreifen", erklärt Annemarie Reiff, Referentin für Steuerpolitik und Öffentlichkeitsarbeit beim BVL.
Der BVL empfiehlt, verdächtige Nachrichten ungelesen zu löschen, keine Anhänge zu öffnen und keinesfalls auf darin enthaltene Links zu klicken oder Daten einzugeben. Im Zweifel sollte man lieber direkt im offiziellen ELSTER-Portal nachsehen.
Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine e.V., PM vom 27.10.2026