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19.10.2026

Gewerbesteuer: Kommunen erzielen Rekordeinnahmen

Die Gewerbesteuereinnahmen der deutschen Kommunen sind 2025 das fünfte Jahr in Folge auf einen Rekordwert gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahmen die Gemeinden rund 76,4 Milliarden Euro an Gewerbesteuer ein. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 1,1 Milliarden Euro beziehungsweise 1,5 Prozent.

Nach dem pandemiebedingten Rückgang im Jahr 2020 haben die Gewerbesteuereinnahmen damit seit 2021 kontinuierlich neue Höchststände erreicht. Insgesamt erzielten die Kommunen 2025 aus Grund- und Gewerbesteuern Einnahmen von rund 92,5 Milliarden Euro und damit 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die höchsten Zuwächse bei den Gewerbesteuereinnahmen verzeichneten Schleswig-Holstein und das Saarland mit jeweils plus 13 Prozent sowie Hamburg mit plus 11,1 Prozent. In elf Bundesländern stiegen die Einnahmen. Rückgänge meldeten dagegen Bremen mit minus zwölf Prozent, Baden-Württemberg mit minus 7,2 Prozent, Sachsen mit minus 6,9 Prozent, Brandenburg mit minus 6,8 Prozent und Rheinland-Pfalz mit minus 4,7 Prozent.

Bei der Grundsteuer blieb das Gesamtaufkommen trotz der Reform weitgehend stabil. Die Kommunen nahmen 2025 insgesamt 16,1 Milliarden Euro aus der Grundsteuer ein und erreichten damit das Niveau des Vorjahres. Während die Einnahmen aus der Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe um 19,6 Prozent auf 0,3 Milliarden Euro zurückgingen, stiegen die Erträge aus der Grundsteuer B leicht um 0,7 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. Die neue Grundsteuer C spielte mit Einnahmen von lediglich 5,8 Millionen Euro bislang nur eine untergeordnete Rolle.

Der durchschnittliche Gewerbesteuerhebesatz lag 2025 bei 410 Prozent und damit einen Prozentpunkt höher als im Vorjahr. Auch bei der Grundsteuer A erhöhten zahlreiche Gemeinden ihre Hebesätze; der bundesweite Durchschnitt stieg um 15 Punkte auf 377 Prozent.

Damit bleibt die Gewerbesteuer die wichtigste eigene Steuerquelle der Kommunen und entwickelt sich trotz regionaler Unterschiede weiterhin robust.

Statistisches Bundesamt, PM vom 15.10.2026