24.03.2026
Wer einen Hund hält, muss – zumindest in Nordrhein-Westfalen – seit 2026 oft tiefer in die Tasche greifen. Ein Hundesteuer-Vergleich, den der Bund der Steuerzahler (BdSt) NRW durchgeführt hat, zeigt, dass 27 Kommunen in dem Bundesland die Hundesteuer im Jahr 2026 erhöht haben.
Laut BdSt erheben 2026 alle 396 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen eine Hundesteuer für den ersten Hund. Nachdem in Ahlen 2025 keine Hundesteuer für den ersten Hund gezahlt werden musste, habe die Stadt diese Steuer für 2026 in Höhe von 78 Euro aufgrund der angespannten Haushaltslage wieder eingeführt. Den niedrigsten Steuersatz in Nordrhein-Westfalen erhebe nun Verl mit 24,60 Euro, in Hagen sei es mit 180 Euro weiterhin am teuersten. 27 Kommunen hätten die Steuer für den ersten Hund durchschnittlich um 23 Prozent angehoben. Spitzenreiter bei den Steuererhöhungen seien Lünen mit 44 Prozent, Beelen mit 39 Prozent und Spenge mit 37 Prozent.
Mit Rietberg und Sonsbeck hätten zwei Kommunen zusätzlich zu der Erhöhung der Steuersätze für normale Hunde eine Steuer für "gefährliche" Hunde neu eingeführt. 2026 würden damit 326 Kommunen eine Kampfhundsteuer erheben, so der BdSt NRW. Diese sei in 23 Kommunen erhöht worden. Die höchste Steuer für einen Kampfhund verlange weiterhin Monheim mit 1.440 Euro, in den günstigsten Kommunen Borchen und Legden seien es dagegen 120 Euro für einen "gefährlichen" Hund. 119 Kommunen böten eine Reduzierung der Steuer auf den normalen Steuersatz an, wenn der Wesenstest bestanden wird.
Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen, PM vom 24.03.2026